1904 SH In Schaffhausen verzögert sich der Beitritt zum Konkordat

1904 SH: In Schaffhausen verzögert sich der Beitritt zum Konkordat

 

Der Kanton Schaffhausen hat per Verordnung bereits am 20. Juni 1900, mit Wirkung ab dem 1. August 1900, Fahrradkennzeichen eingeführt. Damit war Schaffhausen nach Genève, Basel-Stadt, Luzern, Aargau und der Waadt der sechste Kanton mit eigenen Fahrradkennzeichen [DOKUMENT].

Mit Kreisschreiben vom 15. Januar 1903 stellt das Eidgenössische Departement des Innern EDI den Kantonen den definitiven Text des Konkordats gemäss den Beschlüssen der interkantonalen Konferenz vom 19. Dezember 1902 betreffend Vorschriften über den Motorwagen- und Fahrrad­verkehr zu. Gleichzeitig fordert das EDI die Regierungen auf zu informieren, welche Beschlüsse dazu in den zuständigen Gremien gefasst wurden bzw. wie weit der diesbezügliche Entscheidungsprozess gediehen ist.

Am 31. Dezember 1903 fragt das EDI beim Kanton Schaffhausen nach, was bezüglich des Konkordats der Stand der Dinge sei. Am 8. Januar 1904 antwortet der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen, dass: «diese Angelegenheit noch immer auf der Traktandenliste des Grossen Rates steht und von diesem noch keine Entscheidung über unseren Antrag getroffen worden ist» [DOKUMENT].

Die Verzögerungen im Kanton Schaffhausen werden sich noch hinziehen. Als der Bundesrat das Konkordat am 13. Juni 1904 genehmigt, fehlt Schaffhausen in der Aufzählung der beigetretenen 20 Kantone. Der Beitritt erfolgt erst nachträglich am 21. Dezember 1904. Damit tritt der Kanton Schaffhausen diesem Konkordat als 22. und letzter Kanton bei [DOKUMENT].

Mehr Informationen finden Sie im Schweizer Velonummern Museum: Geschichte der Schweizer Fahrradkennzeichen